ADHS Diagnostik

Wenn Sie auf meiner Webseite gelandet sind, haben Sie sich wahrscheinlich schon mit den Symptomen einer ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) auseinander gesetzt, sich in Vielem wiedererkannt und wünschen sich nun Klarheit durch eine professionelle Einschätzung.


Wenn Sie zunächst noch mehr über ADHS und seine Auswirkungen im Alltag lesen wollen, lesen Sie im nächsten Abschnitt weiter.


Die ausführliche Diagnostik nach aktuellen wissenschaftlichen Standards umfasst:


  • Persönliche Anamnesegespräche
  • Standardisierte Testverfahren (Fragebögen)
  • Auswertung von Drittinformationen  (z. B. Schulzeugnisse, falls vorhanden)


Sie erhalten im Anschluss an die Diagnostik einen ausführlichen schriftlichen Befundbericht. Dieser kann als Grundlage für weitere Behandlungen genutzt werden (z. B. wenn Sie eine medikamentöse Behandlung durch Ihren Haus- oder Facharzt in Erwägung ziehen).


Die Diagnostik kann sowohl in Nürnberg als auch online durchgeführt werden.

Was ist ADHS?

​ADHS stellt eine Form der Neurodivergenz dar. Neurodivergenz bezeichnet eine abweichende neurologische Funktionsweise des Gehirns, die nicht der gesellschaftlichen Norm ("neurotypisch") entspricht.​


Charakteristisch für ADHS sind folgende drei Hauptsymptome:

  • Hyperaktivität (starker Bewegungsdrang)
  • Unaufmerksamkeit (beeinträchtigte Konzentrationsfähigkeit)
  • Impulsivität (unüberlegtes Handeln)​

ADHS betrifft nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene und bleibt oft lange unerkannt.

Menschen mit ADHS erleben ihren Alltag oft anders als "neurotypische" Personen. Viele berichten von einem inneren Gefühl der Unruhe, einer schwer steuerbaren Aufmerksamkeit und großen Schwankungen in Motivation und Energie.

Gedanken können sich sehr schnell verändern, Reize werden intensiv wahrgenommen, und es fällt schwer, Wichtiges von Unwichtigem zu filtern. Das führt nicht selten zu dem Eindruck, ständig „unter Strom“ zu stehen oder sich gleichzeitig überfordert und unterfordert zu fühlen.

Im Alltag zeigen sich häufig Schwierigkeiten bei der Selbstorganisation und der Handlungssteuerung. Typisch sind Probleme mit Zeitmanagement, Prioritätensetzung und dem Beginnen oder Abschließen von Aufgaben. Termine werden vergessen, Abläufe verzögern sich, und selbst einfache Routinen können viel Kraft kosten.


Gleichzeitig können bei starkem Interesse auch Phasen sehr hoher Konzentration auftreten (Hyperfokus), in denen die Umwelt kaum noch wahrgenommen wird.

Viele Betroffene erleben zusätzlich emotionale Belastungen. Dazu gehören schnelle Frustration, erhöhte Reizbarkeit oder ein starkes Gefühl von Versagen, wenn Anforderungen trotz großer Anstrengung nicht erfüllt werden.


Wiederholte negative Rückmeldungen im schulischen, beruflichen oder privaten Umfeld können das Selbstwertgefühl beeinträchtigen. Nicht selten entstehen daraus Rückzug, Vermeidungsverhalten, chronischer Stress und das Gefühl des "anders seins".

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